Kaum 1 Jahr ist es
her, da stelle nVIDIA die neue GeForce
7-Grafikkartenfamilie vor. Damals
löste die 7900 GTX den bisherigen
Spitzenreiter GeForce 6800 Ultra
ab und mit dem Nachfolger der GeForce
6600GT, der GeForce 7600 GT fand
sich später ein beliebter Vertreter
des Mainstream-Segments.
Nun ist es abermals
soweit, nVIDIA hat seine neue Grafikkartenfamilie
der GeForce 8000-Klasse vorgestellt
und bereits in größeren
Stückzahlen auf den Markt gebracht.
Diese Generation Grafikkarten bietet
unter anderem DirectX-10 Unterstützung
und beinhaltet die "unified
shader" Architektur, bei welcher
alle Shadereinheiten wahlweise die
Funktion von Pixel- sowie Vertex-
und anderen Shadern übernehmen
können. Auch vermuten einige
Internetseiten, dass später
einmal Nvidia-CPUs auf der Grundlage
des G80 möglich seien, da er
in der Lage sei, X86 Befehle auszuführen
und ähnlich wie eine CPU arbeiten
würde.

1.1 nVIDIA GeForce
8800 GTS / GTX : Erscheinungsbild,
Anschlüsse und Kühlung
Die 3 bisher veröffentlichten
Grafikkarten mit dem aktuellen GeForce
8 Kern (Codename: G80) werden bisher
von jedem Hersteller im Standard-Design
ausgeliefert, kein Hersteller verwendet
ein eigenes Boardlayout oder einen
eigenen Lüfter, was auch damit
zusammenhängen kann, dass der
Standardlüfter mit einem Betriebsgeräusch
zwischen 1,0 und 1,6 Sone sehr leise
ist und die Karte dabei ausreichend
kühlt.

1.1 a) Erscheinungsbild:
In Bezug auf das Erscheinungsbild
der Grafikkarte fällt sowohl
bei der GTS als auch bei der größeren
GTX der fast das komplette Board
umfassende Kühlköper auf.
Die GeForce 8800 GTX
ist bedeutend länger als die
GTS, sie misst gut 28 cm, während
die GTS 24 cm lang ist. Somit kann
es beim Einsatz einer GTX in einigen
Gehäusen zu Platzproblemen
kommen, ein Einsatz in Barebornes
ist in den meisten Fällen nicht
möglich. Auch kann es zu Problemen
mit Southbridge- oder Chipsatzkühlern
kommen, die unmittelbar hinter dem
PCIe-Slot liegen. Auch SATA-Anschlüsse
können durch die Länge
unerreichbar werden.
Eine weitere Auffälligkeit
sind die beiden PCIe-Stromanschlüsse
der GeForce 8800GTX, die GTS verfügt
"nur" über einen.
Der Kühler kühlt
außer dem Chip auch den Speicher
sowie die Spannungswandler und den
für die 2D-Ausgabe benötigten
Nvio-Chip nahe des Slotbleches.
1.1 b) Anschlüsse
Alle GeForce 8800-Karten
verfügen über 2 Duallink
DVI-Anschlüsse und einen S-Videoausgang.
Die Duallink-Anschlüsse machen
Auflösungen jenseits der 2000
Pixel auf 2 Monitoren möglich.
Weiterhin belegen
auch alle bisher verfügbaren
G80-Karten 2 Steckplätze und
2 Slotblenden. Die 2. Slotblende
wird dabei für Lüftungsschlitze
benutzt, durch die die erwärmte
Luft aus dem Gehäuse befördert
wird.
1.1 c) Kühlung
Der Kühler ist
eine Konstruktion aus einer Kupfer-Grundplatte
von der die Wärme mit Heatpipes
zu Alu-Finnen abgeführt wird,
durch welche die Luft des Radiallüfters
streicht. Die erwärmte Luft
wird dabei direkt aus dem Gehäuse
befördert.
Das Lüfterlayout
ist bei beiden Karten prinzipiell
dasselbe, es kommt dieselbe Konstruktion
aus Radiallüfter und Alufinnen
zum Einsatz, wobei der Kühler
bei der GTX entsprechend länger
ist.
Der Radiallüfter
ist zudem temperaturgesteuert und
wird maximal 1,6 Sone laut.
Die Karten werden
durch den Kühler auf ca. 70°C
(GTS) bzw. 80°C (GTX) unter
Vollast gehalten.
Die aufwendige Kühllösung
ist auch notwendig, denn die GeForce
8-Architektur ist was den Stromverbrauch
angeht nicht zimperlich. Eine GeForce
8800GTS gönnt sich im Leerlauf
annähernd so viel Strom wie
eine GeForce 7900GT unter Vollast.
Eine GTX verbraucht noch ca. ¼
mehr Strom. Auf verschiedenen Seiten
war bereits zu lesen, dass nVIDIA
in naher Zukunft die Leistungsaufnahme
durch einen neuen Treiber senken
will, der die Karten im Leerlauf
stark heruntertaktet und Shader-Einheiten
deaktiviert.
