
ATi bringt mit
CrossFire eine eigene Dual Grafikkartenlösung
an den Start
Während nVIDIA
seit nunmehr einem Jahr mit seiner
SLI Technologie die Herzen der Spiele
Enthusiasten höher schlagen
lässt, hat auch der Erzrivale
ATi eine eigene Technologie zur
Kombination zweier Grafikkarten
im Programm: ATi Radeon CrossFire.
In diesem Artikel sollen die Gemeinsamkeiten,
vor allem aber die Unterschiede
der beiden Technologien SLI und
CrossFire herausgestellt und die
jeweiligen Vor- und Nachteile besprochen
werden. Spiele Enthusiasten werden
- soviel nur vorweg - auch in Zukunft
wieder vor eine Systemfrage gestellt
sein, denn vorerst werden beide
Dual Grafikkarten Technologien zueinander
inkompatibel bleiben. Man wird sich
also zunächst für entweder
ein SLI- oder ein CrossFire System
entscheiden müssen...
SLI - nVIDIAs Coup
2004
Nach mehreren mehr
oder weniger erfolgreichen Versuchen,
auf einer Karte zwei Grafikchips
zur Leistungssteigerung einzusetzen
- etwa die Voodoo 5-Reihe von 3dfx,
die Fury Maxx von ATI und die Volari
Duo von XGI - ließ nVIDIA
im Sommer 2004 die Bombe platzen:
Zwei Geforce 6800 GT oder 6600 GT
werden auf einem mit nVIDIAs PCI-Express
Chipsatz nForce4 SLI (Scaleable
Link Interface) ausgestatteten Hauptplatine
über eine Brücke miteinander
gekoppelt. Die Leistung der SLI
Gespanne liegt insbesondere bei
hohen Auflösungen in Qualitätseinstellungen
(z.B. 8x FSAA, 16x AF) bei gut 150%
- 180% gegenüber einer einzelnen
Karte des selben Typs.
Zwar ist die Leistungssteigerung
enorm, aber nur bei zertifizierten
Spielen, die im Treiber der Grafikkarten
eingetragen sind. Bei allen anderen
Spielen wird die zweite Karte nicht
mit einbezogen. Weiterhin müssen
beide Karten bis hin zum Bios und
den Frequenzen identisch sein, ansonsten
funktioniert nVIDIAs SLI nicht.
SLI war zudem bis vor Kurzem AMD-Usern
vorbehalten, erst im Frühjahr
ist ein Chipsatz für Intel
Pentium Prozessoren hinzugekommen.
ATi CrossFire -
Facts 'n' Specs
Nach einem Jahr und
mehr Entwicklung schickt sich nun
auch nVIDIAs Erzrivale ATI an, seinen
Anteil am Dualgrafikkartenmarkt
zu beanspruchen. Mit CrossFire als
eigene Multi-VPU-Infrastruktur wird
stellen sich die Kanadier nun dem
Shootout gegen nVIDIA. Bei der ATI
Lösung ist ein spezielles ATI
Xpress 200-CrossFire Edition Boards
benötigt wird, die seit Juni
erhältlich sind. CrossFire-Edition
Boards weisen - wie die bekannten
SLI Platinen - zwei lange 16x PCI-Express
Steckplätze (PCIe) auf und
sind auf den ersten Blick nur schwer
von diesen zu unterscheiden.
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ATi
CrossFire Mainboard mit zwei
PCI 16x Steckplätzen
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Im Gegensatz zu der
SLI Lösung von nVIDIA ist bei
CrossFire jedoch keine Tochterplatine
(Identische Grafikkarte) einzusetzen,
um den Dualkarten Modus zu aktivieren.
ATi unterstützt mit CrossFire
von vorne herein sowohl AMD, als
auch Intel Prozessoren - letztere
aber nur im Sockel 775, der ältere
Sockel 478 wird nicht mehr verbaut.
Auf den CrossFire Mainboards werden
im Singlebetrieb voraussichtlich
alle PCIe Grafikkarten laufen. Um
in den Genuss des CrossFire-Modus
zu kommen, wird jedoch eine Karte
aus der X800er oder X850er Reihe
benötigt. Ob diese eine Pro,
Non Pro, XL oder XT Variante ist,
spielt hierbei keine Rolle. Die
X550, X600 und X700 Reihen werden
(noch?) nicht unterstützt.
ATI versichert aber, dass alle PCIe
Radeons der X800 und X850 Reihe
von Hause aus "CrossFire Ready"
seien, einschließlich der
All In Wonder (AIW) Karten.
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ATi
CrossFire Grafikkarte X850
XT PE
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Dies schließe
sowohl die jenigen aus eigener Produktion,
wie auch die anderer Anbieter ein.
Im Gegensatz zu SLI von nVIDIA wird
jedoch keine zweite identische Karte
für den Dualbetrieb benötigt,
sondern eine spezielle CrossFire-Karte
mit Compositor Chip. Diese Karten
gibt es passend für die beiden
unterstützten Reihen, X800
und X850. Die CrossFire Karten sind
immer Versionen mit 16 Pipelines,
also entweder XT oder XL. In Kombination
mit einer Karte mit geringerer Pipelinezahl
werden die Überzähligen
deaktiviert.
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Voll
bestücktes CrossFire
Mainboard mit zwei Radeon
X850 XT PE Karten
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Die beiden Karten
laufen allerdings mit ihren eigenen
Chip- und Speichertakten, die jeweils
Schnellere wird nicht herunter getaktet.
Eine Kombination ist laut ATI nur
innerhalb der Reihe möglich,
entweder X800 oder X850. Die im
System verbauten Karten werden -
wie in der Abbildung zu sehen -
über ein Dongle, ein spezielles
externes digitales DVI Kabel, miteinander
verbunden. Die CrossFire Karte ist
wie bereits angedeutet mit einem
speziellen Compositor Chip ausgestattet.
Er hat die Aufgabe, die beiden Karten
miteinander zu synchronisieren und
die Renderarbeit zwischen beiden
Karten aufzuteilen. Zwei herkömmliche
Karten lassen sich nicht mit einander
koppeln, wenngleich es wohl schon
dahingehende Versuche gab.
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ATi
CrossFire Blockdiagramm
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